Tag Drei @ Ars Electronica
Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt in “Ludic Memento” ist die Gegenüberstellung lauffähiger originaler Heimcomputer und Emulatoren. Präsentiert werden klassische Heimcomputer der 1980er mit unterschiedlichen Speichermedien, wie Audio-Kassette, 3,5 und 5¼ Zoll Disketten. Die Emulation gilt als zentrales Konzept, nicht mehr verfügbare Computersysteme mittels moderner Hardware nachzubilden. Hier begegnen wir jedoch einigen Problemen. Je nach dem, ob es sich um eine offene oder geschlossenen Plattform handelt, unterscheidet sich die Qualität der Emulation. Häufig sind Emulatoren nur eine 80%ige Nachbildung der Originalhardware und haben daher Probleme mit der graphischen oder auditiven Ausgabe oder der Synchronisation beider. Zudem gibt es Einbußen in der Haptik, weil es nicht mehr notwendig ist, mit Datenträgern zu hantieren, da Inhalte meist entweder auf dem internen Speicher festgeschrieben sind oder virtuell vorliegen. Im Rahmen dieses Ausstellungsthemenschwerpunktes zeigt MEGA, wie wichtig es ist, Originale zu konservieren und präsentiert einen Ansatz, Originalität und Haptik zu überliefern und erlebbar zu machen.
