Sind wir alle nerdifiziert?

Sind wir alle nerdifiziert?

Vortrag: Retromanie und Nostalgie in der digitalen Medienkultur mit Domonik Schrey am Samstag, den 29. März – 17:00 Uhr
(Bitte Anmeldung an myriam@m-e-g-a.org)

Dominik Schrey studierte Germanistik (mit Schwerpunkt Film und Medien) an dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und schloss sein Studium 2008 mit einer Masterarbeit über die Zeitmaschine als medienepistemologische Figur ab. Seither ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am KIT und koordiniert den Nebenfachstudiengang „Medientheorie und –praxis“, in dem er auch selbst unterrichtet. Im Februar 2010 hatte er einen Lehrauftrag an der Universität in Usti nad Labem (Tschechien). Das Herbstsemester 2011 verbrachte er als Visiting Fellow im PhD Programm in Film and Visual Studies an der Harvard University, unterstützt durch ein Stipendium des DAAD. Seine Dissertation zu Analog Nostalgia in Digital Media Culture wird voraussichtlich Ende 2014 abgeschlossen sein.

Sein Vortrag thematisiert unsere Populärkultur, die von ihrer eigenen Vergangenheit besessen ist und sich zunehmend im Recyceln, Remixen und Zitieren von bereits vorhandenem Material erschöpft. Verantwortlich für dieses Comeback der Nostalgie sei die Furcht vor der atemberaubend schnell fortschreitenden Digitalisierung der Welt, wie es 2012 in einem recht pauschalen Urteil des Feuilletons der FAZ heißt. Tatsächlich scheint die rapide zunehmende Verfügbarkeit von kulturellen Artefakten der Vergangenheit bei gleichzeitig beschleunigtem Wandel ihrer medialen Verfasstheit eine ganze Reihe von – im weitesten Sinne – nostalgischen Phänomenen zu begünstigen.

Der Vortrag widmet sich anhand paradigmatischer Beispiele aus verschiedenen Bereichen der digitalen Medienkultur der Frage nach den Ursachen für dieses vom Poptheoretiker Simon Reynolds als Retromania bezeichnete kulturelle Phänomen.

Zielgruppe: Medienkulturinteressierte, Dauer ca. 45 Minuten

Workshop: Think Hollywood mit Philomena Höltkemeier, am 28. März
(Bitte Anmeldung an myriam@m-e-g-a.org)

Philomena Höltkemeier ist Story-Beraterin für Spielfilm & TV-Serie, mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie arbeitet mit Autoren und Produzenten in Europa und den USA zusammen. Um aus einer Idee ein hochwertiges Projekt entstehen zu lassen, bietet sie dramaturgische und konzeptionelle Beratung für Bewegtbild-Produktionen im Bereich Film, TV, Games und Werbespots an.

Wie arbeitet ein Filmautor? Was ist ein Drehbuch? Was macht ein gutes Drehbuch aus? …Und warum kommt der nächste Blockbuster nicht mal aus Hessen? Das könnt ihr auch!

Dieser Workshop wird eingeleitet durch einen Kurzvortrag über Hollywood und die typischen Hollywood-Filme. Die Schwerpunktsetzung liegt auf einer Einführung ins Schreiben von Drehbüchern. Ziel ist es eigene Ideen zu entwickeln und diese kritisch zu diskutieren. Dabei werden Handlungsempfehlungen und viele Tipps rund um das Entwickeln, Schreiben und Vermarkten von eignen Drehbüchern gegeben.

Hier gehts zur Webseite und zur Facebookseite von Philomena Höltkemeier.

Zielgruppe: Medieninteressierte sowie ab 10. Klasse, Dauer ca. 180 Minuten

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Die Veranstaltung ist eine Partnerveranstaltung des Wissenschaftsjahres 2014 – Die digitale Gesellschaft